Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 5 (1826) Die Versuchung
Entstehung
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und ſprach mit dem Onkel Profeſſor von ih⸗ ren Familien⸗Angelegenheiten; ich hoͤrte den Ton ihrer Stimme mit Vergnuͤgen; ihr Froh⸗ ſinn, ihr freimuͤthiges Urtheil, ihr leichter Scherz gewann ſelbſt dem ernſten Herrn Pro⸗ feſſor mehre Male ein kleines Laͤcheln ab, und ich vergaß uͤber der Lebhaftigkeit ihrer Rede, uͤber der Raſchheit ihrer Bewegungen, und uͤber dem Feuer, das ihr dabei aus den Au⸗ gen blitzte, Eſſen und Trinken. Ihr geſchmack⸗ voller Anzug, das ſchwarze Ringelhaar, der blendendweiße Hals, das Stumpfnaͤschen der ganz eigene Aufſchlag des Auges, der kleine, ſuͤße Mund ich mochte gar nicht weiter hinſehen, denn ich verdarb mir die ganze Nacht; das merkte ich im Voraus.

Wie viel Ochſen, fing Guſtchen, ein neues Exempel im Kopfe, wieder an, und ruͤttelte mich aus meiner Verzuͤckung; ich aber entgeg⸗ nete in der Zerſtreuung ihr eilig: Zehntauſend, zehntauſend! und die Kleine lachte laut auf, daß ich die Aufgabe gleich nach den erſten Worten ſchon geloͤſ't glauben koͤnne.

Aber Theodor, wo waren ſie mit den Ge⸗ danken? ſagte der Herr Poofeſſor verweiſend,