Teil eines Werkes 
Sammlung 4 : 4 (1826) Wilhelms Tage der Kindheit und Munter ist die Hauptsache
Entstehung
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So ſchlich ich langſam und mit geſunkenet Hoffnung in den großen Schloßgarten, den der Fruͤhling in tauſendfaͤltiger Blumenpracht auf⸗ geſchloſſen hatte.

Still und leer waren die hohen, langen Bogengaͤnge, die in jungem, friſchen Gruͤn prangten; rechts und links plaͤtſcherten kleine Springbrunnen, und die Rabatten waren mit Tulpen geſchmuͤckt, wie ich ſie im Leben noch nicht geſehen hatte. Mein Oheim, der Schul⸗ meiſter, hatte mich oft verſichert, er habe die ſchoͤnſten Tulipanen im ganzen Lande, die er die Koͤniginnen der Fruͤhblumen nannte; aber mit dieſer Herrlichkeit durfte er ſich nicht meſſen.

Ich bog aus der Allee heraus in die labi⸗ rinthiſchen Rabattengewinde, und wiederholte den ganzen Tulpen⸗Curſus, den ich im Gar⸗ ten des Oheims, jaͤhrlich von meiner erſten Kindheit an, gemacht hatte. Mit ſtillem Ent⸗ zuͤcken begruͤßte ich den Prinzen Friedrich Wil⸗ helm von Baden Durlach,'den grand Maitre Royal, den Herzog von Orleans, den Koͤnigs⸗ rock, die ſchoͤne Philomele, den Samſon und