Wir ſtuͤrmten fort zu Herrn Heftlinger. Freund Stremler ſetzte ihn, unter dem Siegel der Verſchwiegenheit, vom Zuſammenhange der Sache, ſo viel ihm zu wiſſen noͤthig, in Kennt⸗ niß, empfahl ihm, vom feinſten und beßten je⸗ der Gattung zu nehmen, praͤgte ihm ein, den Schnitt nach der allerneueſten Mode zu waͤhlen, nahm ihm ſein Schneiderwort ab, daß Alles morgen fruͤh zehn Uhr fertig ſeyn muͤſſe, und wollte ihn jetzt wegen der Bezahlung vertroͤſten. Herr Heftlinger aber bat, uͤber dieſen Punkt gänzlich zu ſchweigen; er habe, meinte er, die Ehre, in mir den kuͤnfligen Herrn Protector ſei⸗ nes Schwiegerſohns, des Rathskeller⸗Wirths zu ſehen, und da wiſſe er wohl, was er dem kuͤnf⸗ gen Gluͤcke des letztern ſchuldig ſey.
So wohl mir auch die erſten Huldigungen, die aus dem Munde des hoͤflichen Kleidermachers der mir bevorſtehenden Wuͤrde dargebracht wur⸗ den, an ſich thaten; ſo war mir immer, wenn mir der Mann beim Maßnehmen mit ſeinem Pa⸗ pierſtreifen zu nahe kam, als wuͤrde ich, wegen der Schuld, in die ich mich jetzt auf gut Gluͤck


