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recht leidliche juriſtiſche Kenntniſſe beſaͤßen. Herr Stremler hat ſich bei mir gebildet, vervollkomm⸗ net; wollen Sie ein Gleiches, ſo befoͤrdere ich Sie in ſeinen Poſten. Freie Station und zehn Tha⸗ ler monatlich, alles, wie es Herr Stremler be⸗ kam— Dieſer zog einen Gehalt von zwoͤlf Thalern.—
Ich dankte ihm verbindlichſt, und fuͤhlte mein Gewiſſen etwas leichter, denn die gutmuͤthige Achtgroſchen⸗Ueberwallung, vorhin, war blos die Ouvertuͤre zu dem Antrage, den er mir ma⸗ chen wollte, ihm das fuͤr zehn Thaler zu leiſten, wofuͤr er Herrn Stremler zwoͤlf gegeben hatte. Und einem Filze, dem ich manchen Tag zwanzig und mehr Louis'or verdiente, und der mich dafuͤr mit dem aͤrmlichen Tagelohn von acht Groſchen abſpeiſ'te, einmal eine Flaſche Wein, die mir noch dazu ſeine eigene Tochter heimlich gab, aus⸗ zutrinken, hielt ich fuͤr kein Kapitalverbrechen.
Auch Herrn Stremler uͤberſah ich jetzt; ich hatte ſeinen Freimuth bewundert, mit dem er gegen alle Genoſſen des Hauſes ſeine Anſichten rund herausſagte. Allein das Viceactuariat im Ruͤcken, konnte er eine ganz andere Sprache fuͤhren, als ich, der ich mich ringsum von den
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