13.
Im Verlauf des Geſpraͤchs brachte Kunigunde die Rede auf einen Holzhaͤndler aus einer See⸗ ſtadt, der vor einiger Zeit ſich hier aufgehalten, und ihr und ihren Geſpielinnen darum zum Gegen⸗ ſtand des Gelaͤchters gedient hatte, weil er entwe⸗
der aus Angewohnheit, oder aus einer Art von Koͤr⸗
perſchwaͤche, immer mit tief niebergeſenkten Au⸗ genliedern einher gegangen ſey. Sie machte es ihm nach, wie er immer den Kopf zuruͤck legte, um die Leute, die vor ihm ſtanden, und mit ihm ſprachen, beblinzeln zu koͤnnen; und wie er bei ſeiner ſehr bemerkbaren Vorliebe fuͤr ein huͤbſches Maͤdchengeſicht, die Augenlieder, wenn er hoͤrte, daß etwas Vorzuͤgliches der Art in ſeiner Naͤhe ſich befäͤnde, mit den Fingern in die Hoͤhe zog, um die geruͤhmte Schoͤnheit genauer zu belieb⸗ aͤugeln.
Ich konnte mir nicht helfen, ich mußte mit
lachen; Herr Stremler zwar verwies uns das
Lachen, und meinte, daß dieß beſtimmt eine bloße Schwaͤche in den Augenliedern des armen Mannes war, der darum nicht unſern Spott, ſondern unſer Mitleid verdiene, aber, wenn ich


