Teil eines Werkes 
Sammlung 2 : 4 (1823) Das Dijon-Röschen
Entstehung
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tauſendfache Weiſe die Wohlthat dieſer Unterſtuͤz⸗ zungen weit uͤber ihren Werth fuͤhlen, und ſuch⸗ ten Alles hervor, um ſich in meinen Augen wich⸗ tig zu machen. Dieſem ging ich zu geputt, Je⸗ nem verwendete ich zu wenig Aufmerkſamkeit auf mein Aeußeres; der eine klagte uͤber meinen Man⸗ gel an Sitzfleiſch, waͤhrend der andere mich einen Stubenhocker nannte. So machte ich es keinem recht, und jeder hielt mich in druͤckender Abhaͤn⸗ gigkeit, die ich, aller anderen Hilfmittel und Ausſichten beraubt, geduldig ertrug; und ich buͤckte mich vor meinen ſogenannten Wohlthaͤ⸗ tern, als waͤren ſie die alleinigen Goͤtter meines Gluͤcks.

3.

Meine akademiſche Laufbahn war beendigt. In der ganzen Welt keinen Freund, ſtand ich allein, ohne Hoffnung, ohne Muth. Nicht das Entbehren denn oft ſchmeckte mir auf dem einſamen Spaziergange mein Trunk Quellwaſſer erquicklicher, als meinen reicheren Univerſitaͤtge⸗ noſſen ihr, durch das Gift des Bleizuckers, zum Nierenſteiner erhobener Landwein bei ihren ſchwel⸗ geriſchen Trinkgelagen, nicht das Entbehren,