229 eben Seit ich Dresden verlaſſen, laſſe ich mir durch eine Bekannte daſelbſt den dortigen An⸗
. öͤrte zeiger woͤchentlich nachſenden, wo ich auch bin. nen Ich griff, wie immer, auch dießmal, unter iner allen Briefen, zuerſt nach ihm, und denken Sie rben die mich begluͤckende Ueberraſchung, als ich in dnen dem Blatte vom 26. d. M. die beſprochene Sei⸗ Aufforderung zur Reiſe nach Berlin,„jedoch fuͤll⸗ ohne Koffer,“ fand.
Wer es weiß, was es fuͤr ein Maͤdchen ſa⸗ ſich 3 gen will, die bangſte Sehnſucht im treuen ußt⸗ V Herzen, fuͤnf Jahre lang den Dresdner An⸗ Ge⸗ zeiger zu leſen und immer das Geſuchte darin das nicht zu finden, der kann den Grad meines Ju⸗ dan⸗ els ermeſſen. ruͤck Nein, mein theurer Graf, Sie hatten mich nich, nicht vergeſſen. Poſt Mit froͤhlichem Triumphe antwortete ich der hla⸗ Stimme, mit welcher der Satan des Argwohns bei⸗ zum erſten, aber gewiß auch zum letzten Male
in meinem Leben, mich vorhin wie mit einer


