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2. Das Mutterrecht.
„Von Lamberts Linchen?“ fragten alle
drei aus einem Munde, und die Frau vom Hauſe, die Kammerpraͤſidentin, wechſelte die Farbe, denn in der Stadt hieß es: ihr Julius habe mit dem Maͤdchen ein heimliches Verſtaͤnd⸗ niß, und in dem haͤmiſchen Geſichte der ſaffran⸗ gelben Conſiſtorialraͤthin las die Mutter Dinge, die fuͤr die Ehre ihres Julius und ihres ganzen Hauſes, Alles fuͤrchten ließen. „Das gute Kind,“ fuhr die menſchenfreund⸗ liche Gattin des Dieners Chriſti fort:„muß Knall und Fall aus der Stadt; Sie verſtehen mich, Knall und Fall. Sie nimmt heute rings⸗ herum bei der lieben Sippſchaft Abſchied; ich bin ihr ſelbſt begegnet. Es iſt wahrhaftig Zeit, daß ſie fortkommt.“—
„Nun ſagen Sie doch, ¹ fiel ihr die Land⸗ raͤthin in's Wort und gab ihrem keuchenden,
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