Teil eines Werkes 
6. Th. (1820)
Entstehung
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185 ſcheinlich ſind ſie bei den gegenwaͤrtigen unruhi⸗ gen Zeiten gar nicht dort angekommen; ich habe daher einen, unſerer Gegend, nach ſeiner Verſi⸗ cherung, genau kundigen Menſchen angenom⸗ men, der dieſe Zeilen in deine Haͤnde zu uͤber⸗ liefern, 3n Antwort zu bringen verſpro⸗ chen; ich ſchreibe an Dich, weil ich hoffe und wuͤnſche, daß unſere Tochter nicht mehr dort, ſondern gleich bei den erſten Unruhen, die nach unſerer Abreiſe entſtanden, in die Reſi⸗ denz gefluͤchtet iſt, wo ſie doch ſicherer lebt, als auf dem Lande; gieb ihr Nachricht von uns, und laß uns wiſſen, wohin ſie ſich gewendet, Schreibe, wie ich, unverſiegelt; denn wenn der Bote in die Haͤnde von Militaͤrperſonen faͤllt, ſo werden doch, wie billig, ſeine Briefſchaften ge⸗ öffnet. Wir ſind geſund; nur leben wir in großer Unruhe um unſer Kind, und machen uns, oder vielmehr dem Zufalle, tauſend harte Vorwuͤrfe, daß wir gereiſ't ſind, ohne Coͤleſtine