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durch eine Seitenthuͤre, ungeſehen in das Stockhaus, ward in dem Augenblicke, daß Lieschen Pallaſch unter irgend einem Vor⸗ wand entfernt worden war, in das dicht vor Herrn Mellingers Gefaͤngniß befindliche Wach⸗ zimmer des Gefangenwaͤrters und Unteroffi⸗ ziers eingelaſſen und trat, in ſeinen gruͤnen Mantel gehuͤllt, in den Kerker vor den alten Mellinger.
Daß Lieschen durch anziehende Krieg⸗ und Mordgeſchichten vom Vater und Wollmar wach gehalten wurde, geſchah aus Abſicht; ſie ſollte den Gruͤnmantel mit Herrn Mellin⸗ ger durch das Zimmer gehen ſehen, um als Zeugin mit abgehoͤrt zu werden. 3
Der Vater hieß ihr mehrere Male zu Bet⸗ te zu gehen; auch dieß that er abſichtlich, da⸗ mit ſie im Verhoͤr es ausſage und dadurch der Schein vermieden werde, als habe er ſie bei ſich behalten, um zu beſchwoͤren, daß ſie das und das geſehen. Lieschen konnte mit gutem Gewiſſen den koͤrperlichen Eid ablegen,


