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vielleicht ſelbſt eine Aenderung Ihrer Lage nicht unlieb ſeyn, und—
„Meiner Lage? oder unſerer?“ fragte ſie in etwas ſcharf betonter Rede. „Ich fuͤr meine Perſon bin mit meiner Lage zufrieden. Das Landleben— ſie ſtockte ein wenig— will mir nicht recht gefallen; auch kann ich den Vater nicht allein laſſen; er ſieht vieles fuͤr ſchwarz an, was am Ende nur ſchwaͤrzlich iſt und kehrt gegen das Le⸗ ben und gegen die Menſchen die ſchroffen Seiten ſeines Innern heraus; ſo daß ich immer zu thun habe, ihn wieder glatt zu machen, und mit der Welt im Frieden zu er⸗ halten. Was aber unſere Lage betrifft,“ ſetzte ſie leiſer hinzu, und buͤckte ſich tiefer auf ihre Naͤtherei nieder:„ſo danke ich Ih⸗ nen recht herzlich fuͤr Ihre Theilnahme; aber— in Ihrer Mutterſprache liegt meine Antwort; auch in der Armuth fehlt der Muth nicht. Lachen Sie nicht uͤber das Erbtheil meiner Mutter, uͤber den brittiſchen


