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ihre ruhige Ergebung in die Fuͤgungen des oft recht herben Schickſals, ſo daß Jenny roth und roͤther ward und ihn bat, deſſen nicht mehr zu gedenken.
Ich begriff mich nicht.
Funfzig Mal wohl war ich ſeit den zwei Jahren, die ich in der hieſigen Gegend leb⸗ te, in dem kleinſtaͤdtiſchen Bergneſte geweſen, und hatte Jenny oft geſehn; aber ſo wohl⸗ gefaͤllig, ſo liebreizend als heute, war ſie mir nie erſchienen.
Der Vater ward eben abgerufen. Ich ruͤckte, als wir allein waren, meinen Stuhl naͤher an den ihrigen; ich haͤtte mich lieber auf letztern ſelbſt geſetzt, um das, was ich ihr ſagen wollte, nicht laut ſagen zu muͤſſen, denn von ſo etwas ſpricht es ſich recht leiſe am beſten.
„Es wuͤnſcht jemand,“ hob ich an, und ſah mit geſenktem Blick, etwas beklommen auf ihre Arbeit nieder und ward noch con⸗ fuſer, als ich ſchon war, denn ihre kleine,


