Teil eines Werkes 
2. Th. (1818)
Entstehung
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mir ſeine verwaiſ'te Hand zu geben; aber ich will ihm ſagen, daß Nina ihn liebt, daß Nina Thereſens treuſte und letzte Freundinn war. Dann mag er ſich im Geheim bera⸗ then, und entſcheidet er ſich fuͤr meine Wahl, ſo ſoll meine zaͤrtlichſte Liebe ſein gluͤcklichſter Lohn ſeyn. Die Zeit iſt kurz; raſch an das Werk!

Es, iſt alles fehl geſchlagen, der An⸗ blick des Todtenkopfes erſchuͤtterte den Gra⸗ fen heftiger, als ich vermuthete. Er ſtuͤrzte zuſammen; ihm ſchwanden die Sinne, ehe ich Thereſens Wunſch ihm verlautbart hatte. Mir ward bange. Ich fuͤhlte mich tief er⸗ ſchuͤttert. Ich fuͤrchtete ein allgemeines Auf⸗ ſehen. Ich mußte fliehen, ehe er erwachte. Die Liebe zu Herrmann hat mich zu einer Un⸗ beſonnenheit verleitet, die von ſchrecklichen Folgen ſeyn kann, welche ich nicht berechnen konnte. Der Graf iſt krank. Gott! eine ſchreckliche Angſt zerreißt mir das Herz.