60
Er zaͤhlte nun zu den 400 Rthlrn. aus ſeiner Poſtkaſſe noch 100 Rthlr. hinzu, und legte ſo 500 Rthlr. zu des Geheimen Finanz⸗ Raths Fuͤßen nieder.
Der Baron betheuerte, dieſen Dienſt⸗ eifer, als Mann von Ehre zu belohnen, druͤckte dem gluͤcklichen Poſtmeiſter verbind⸗ lich die Hand, und ſicherte ihm, bei der naͤchſten Vacanz im Poſtdepartement eine Rathsſtelle zu.
Die Freude, das Entzuͤcken des Poſt⸗ meiſters waren unbeſchreiblich. Er aͤrgerte ſich jetzt, nicht 1000 Rthlr. gegeben zu ha⸗ ben, vielleicht waͤre dann der Geheime Finanz⸗ Rath mit einer Geheimen Rathsſtelle heraus⸗ geruͤckt. Er ließ Wein und Fruͤhſtuͤck ge⸗ ben; er nahm fuͤr dieß ſo wenig als fuͤr Chokolate, noch fuͤr die Poſtpferde, irgend einige Bezahlung, ſondern legte blos ein Scheinchen uͤber die 500 Rthlr. zum Unter⸗ ſchreiben dem Geheimen Finanzrathe vor. Der Geheime Finanzrath bat, ohne viel


