Teil eines Werkes 
1. Th. (1818)
Entstehung
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58 „Sehr verbunden, wackerer Mann!“

„Wie viel brauchen Ew. Hochſeeiherre lichen Gnaden?“

„Wenn Sie mir 4 bis 500 Thlr. ge⸗ ben koͤnnen, ſo thun Sie mir einen Gefal⸗ len. In 14 Tagen haben Sie das Geld wieder, mit meinem beſten Danke.“

„Liebſter, allerverehrt eſter Herr Reichs⸗ freiherr! Schuldigkeit, nichts als Schuldig⸗ keit. Ich werde in einem halben Stuͤndchen wieder hier ſeyn. So lange geruhen ſich Al⸗ lerhoͤchſtdieſelben in Gnaden zu gedulden.“

Der Poſtmeiſter flog wie ein Pfeil zum Hauſe hinaus. Er war ein Mann von mit⸗ telmaͤßigem Neeien und Credit. Es ko⸗ ſtete ihm nur zwei Gaͤnge zu einigen reichen Kaufleuten des Staͤdtchens, und er hatte die, auf 14 Tage beſprochenen 400 Thlr. zu⸗ ſammen. Er erzaͤhlte ganz offen, daß er das Geld fuͤr den fremden Herrn ſuche, der die 1000 Rthlr. heute verloren habe. Alle wollten wiſſen, wer der Fremde eigentlich