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chen den graͤßlichen Tod des Hungers. Der Morgen weckte beide; jedes laͤchelte uͤber ſei⸗ nen Traum. Ach haͤtten doch beide den war⸗ nenden Schutzgeiſt der Zukunft gehoͤrt!—
Wer die nur in Rußland heimiſche Tu⸗ gend der Gaſtfreundſchaft kennt, wird ſich nicht wundern, daß Cronhelm, ganz fremd, ohne alle Empfehlungen, binnen den erſten vierzehn Tagen in den angeſehenſten Haͤuſern des Orts eingefuͤhrt war.
Ein Ball auf einer eleganten geſchloſſenen Geſellſchaft, nach Art der Reſſourcen in Deutſchland, brachte endlich Cronhelm und Pawlownen einander gegenuͤber.
Cronhelm kannte jetzt das liebliche Maͤd⸗ chen, als waͤr' er ihr leiblicher Bruder. Er hatte alle Menſchen uͤber ſie ausgehorcht. Alle hatten nur eine Stimme uͤber ſie. Jeder wuß⸗ te einen ſchoͤnen Zug ihres Herzens, jeder eine ſchoͤne Handlung zu erzaͤhlen. Dieſer pries ihre Fertigkeit auf dem Claviere, jener ihre Vollkommenheit in der franzoͤſiſchen Sprache;


