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meine Johanna, mein himmliſches Weib! Endlich biſt Du mein. Mein bis zum Tode.“ Er umſchlang die Holde und trug ſie in den Wagen. Sie druͤckte mir einen langen herz⸗ lichen Scheidekuß auf die Lippen. So innig, ſo hingebend hatte ich ſie gegen mich nie ge⸗ ſehen. Leß ſchied weinend von mir. Johanna uahm die Blume von ihrer Bruſt, die ich heute ſo oft um ihren Platz beneidet hatte.„Dieß, meiner einzigen Luiſe halb, und eine Haͤlfte Dir, meinem Freunde, meinem Bruder! Mein Leben gehoͤrt Euch. Ewig bleibe ich Eure Schuldnerinn. Lebe wohl, mein Bruder! Gott laſſe es Dir und Luiſen wohl gehen!“. Sechs flinke Poſtpferde ruͤckten an; der Wagen verlor ſich aus meinen Augen. Ich kehrte mit gebrochenem Herzen in meine Ein⸗ ſamkeit zuruͤck.
Der Graf Geiersklau iſt vor dem Feinde geblieben. Born hat, um dem Enkel die


