Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1819)
Entstehung
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alles recht gut leſen. Haͤtten Sie nur an dem Taufſteine, mitten in der weiten todtenſtillen Kirche, geſtanden; das Lachen waͤre Ihnen wahrhaftig vergangen.

Ich ſtand auf der Gruft der Graͤfin Hed⸗ wig. In dem Augenblicke, daß der Kuͤſter die Rollthuͤre des hoͤlzernen Verſchlags hinter ſich hatte, und ich nun in der Kirche allein, ganz allein mich befand, ſtrich ein ſcharfer Zugwind an meinem Geſichte ſchnell voruͤber; unter meinen Fuͤßen regte ſich etwas lebendiges in der Gruft. Ich trat wie elektriſirt von der kupfernen Platte weg. Meine Kniee flogen. Das Herz hoͤrte mir auf zu ſchlagen.

Das Licht auf dem Altar ſtand mit der Gruft der Graͤfin Hedwig in Beziehung. Das ahnete ich nun deutlich. Wie nahe aber, oder wie fern?— dies tiefe Raͤthſel ſollte ſich noch löſen. Graͤſin Hedwig ruhte ſeit einem Jahrhundert unter der kupfernen Platte. Die konnte es nicht ſeyn. So viel Beſinnung