Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1819)
Entstehung
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ain Flaͤſchchen Kuͤmmel hervor, gab jedem ei⸗ nen derben Schluck, und nun zog er die Rol⸗

lenthuͤre des Verſchlags behutſam auf; wir beide traten ein. Matthes blieb außerhalb des Verſchlages mit der Laterne ſtehen.

Unſer Blick eilte unſern Schritten voraus. „Bei dem ewigen Gott im hohen Himmel,“ fluͤſterte heimlich der Kuͤſter,„am Altare iſt es helle.“

Wir gingen langſam vorwaͤrts. In meine Beinroͤhren ſenkte ſich kaltes Blei, ſo ſchwer wurden mir die Fuͤße. Die naͤchtliche Stille in dem Hauſe des Hoͤchſten, die kalte Grabes⸗ luft, das ſchwarze Dunkel, die Oede in dem himmelhohen langen Gewoͤlbe— und nun der unerklaͤrliche Schimmer am Altare— hun⸗ dertmal lieber haͤtte ich auf eine Batterie ſtuͤr⸗ men wollen. Da erholt man ſich doch. Da luͤftet ſich die Bruſt durch den Angriff ſelbſt; aber hier dieſes Lauern, dieſes Athem an ſich halten, dieſes todte Schweigen!

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