Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1819)
Entstehung
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fahren, und dort ſeinen Nachmittag in ſchoͤner, freundlicher Stille verleben.

Da traf ſein Ohr das Schreckensgeſchrei der ungluͤcklichen Aeltern von der Inſel her⸗ uͤber. Sein Blick flog auf, zum See. Da hob ſich ein Kindeskopf aus den Wellen. Die Aeltern ſtanden am Ufer, und rangen die Haͤn⸗ de. Das Kind ſtreckte beide Haͤndchen aus dem Waſſer empor und fank unter. Burdach ſprang mit Einem Satz in den See. Er ſchwamm wie ein Aal.

Mein halbes Vermoͤgen, ſchrie der Va⸗ ter vom Ufer der Inſel heruͤber,wenn Sie mein Kind retten! Burdach hoͤrte nichts von der Belohnungsverſicherung, er ſah nicht die zagende Mutter. Er kaͤmpfte nur mit den Fluten. Er erreichte das Kind. Er brachte es zur Inſel und legte es auf den bluͤhenden Raſen. Der Knabe ſchlug die Augen auf. Er lebte. Vater und Mutter umklammerten bald das Kind, bald den Retter. Die ſchoͤne ſchlan⸗ ke Frau kuͤßte dem edlen Burdach den Mund,