Teil eines Werkes 
74. - 77. Bdchn (1829)
Entstehung
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So zerſtreut als diesmal war Hannchen in Ge⸗ ſellſchaft nie geweſen; ſis hoͤrte immer nur mit hal⸗ bem Ohre, verſtand Alles falſch, und antwortete da⸗ her oft ſo verkehrt, daß Chriſtine und deren Mut⸗ ter mehrere Male nicht wußten, was ſie aus dem verdrehten Maͤdchen machen ſollten.

Wären ſie nur an Hannchens Stelle geweſen, es waͤre ihnen vielleicht nicht beſſer gegangen. Ganz zufaͤllig war im Laufe des Geſpraͤchs die Rede auf eine junge Dame von Stande in der Reſidenz ge⸗ kommen, die vor wenig Tagen verſchwunden war. Das Geruͤcht wollte wiſſen, daß ſie halb wider ihren Willen entfuͤhrt ſey; die getroffenen Anſtalten zu ihrer Einholung waren vergeblich geweſen. Ganz unwillkuͤhrlich ging von hier die Unterhaltung auf die Entfuͤhrung mehrerer Kinder aus einer Erzie⸗ hungsanſtalt uͤber, deren ſich vor Kurzem eine be⸗ ruͤchtigte Räuberbande in Italien, zur Erpreſſung eines von den wohlhabenden Eltern geforderten nam⸗ haften Loͤſegeldes, ſchuldig gemacht hatte; und aus beiden Thatſachen draͤngte ſich in Hannchens Seele der quaͤlende Gedanke, daß am Ende doch vielleicht Tom nicht der wirkliche Tom ſeyn, daß er ſich mit ſeinen drei Fremden zu ihrer Entfuhrung verabre⸗ det haben, und weil die Anſtalten fruͤher noch nicht vollſtaͤndig reif geweſen, vor acht Tagen ſich den Aufſchub einer Woche erbeten haben könne. Mußte ſie doch gleich vom Anfange herein eine Ahnung die⸗ ſes auf ſie entworfenen Anſchlags gehabt haben; denn ſo neugierig ſie geweſen war, die Entraͤthſe⸗

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