und in das feindliche Land abgefuͤhrten Offtzieren einliefen, war Wilmſen auch unter dieſen nicht. Ein Corporal wollte ihn, im Gefecht, an ſeiner Seite haben fallen geſehen.
Eliſe war troſtlos. Sie hatte den Schmerz der Trennung nach und nach tragen gelernt, aber jetzt dieſe Ungewißheit uͤber Leben oder Tod ihres Gat⸗ ten war ihr peinigend. Sie forderte ihn in meh⸗ reren Zeitungen auf, von ſich Nachricht zu geben; ſie wendete ſich perſoͤnlich an die feindliche Militaͤr⸗ Behoͤrde, mit der Bitte, ihn unter den Gefange⸗ nen auskundſchaften zu laſſen. Aber alle Mittel blieben ohne Erfolg.
Ihr Jammer grenzte an Verzweiflung, aber eben darum war er nicht von Dauer.
Peinlicher ward ihre Lage in oͤkonomiſcher Hin⸗ ſicht. Ihr ganzes, nicht unbedeutendes, Vermoͤgen ſtand auf einem Gute im benachbarten Polen. Na⸗ poleon hatte verboten, Zinſen von fremden Kapi⸗ talien uͤber die Grenze zu zahlen. Sie erhielt alſo von ihrem ganzen Vermogen keinen Pfennig In⸗ tereſſen.
Dieſer ſehr unangenehme Umſtand noͤthigte endlich Eliſen, mit ihrem kleinen Albert nach Po⸗ len ſelbſt zu ziehen; ſie ließ ſich in G., einem Mittelorte, nieder, weil ſie da ihrem Schuldner


