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furchtbaren Heiden, welche weder Prieſter noch Altar verſchont hatten, die gefürchtetſten Vertheidiger der chriſtlichen Kirche; ihre alte Sprache war bis auf wenige Ueberbleibſel in dem Städtchen Bayeur vergeſſen, ihre alterthümlichen Namen*), mit Ausnahme weniger der Edelſten, in franzöſiſche Titel umgeſchaffen, und unter den Künſten und Sitten der Franko⸗Normannen war ihnen faſt nichts als die unbezähmbare Tapferkeit der Skandinavier als unzerſtörbares Vermächtniß übrig geblieben.
Ebenſo waren ihre verwandten Stämme, die ſich um zu rauben und zu zerſtören über Angelſachſen ergoſſen hatten, ſobald ſie von Al⸗ fred dem Großen eine dauernde Heimath erlangt hatten, vielleicht der mächtigſte und nach kurzer Zeit nicht der wenigſt patriotiſche Theil der angelſächſiſchen Bevölkerung geworden.** Zur Zeit des Anfangs
* Der Grund, warum die Normannen ihre alten Namen verloren, liegt in ihrer Bekehrung zum Chriſtenthum. Sie wurden getauft, und die Fran⸗ ken als Pathen gaben ihnen neue Titel. So verlangte Karl der Einfältige, daß Rolfganger ſeinen Glauben ändern und ſein Name Rolf oder Rau wurde in Robert umgetauft. Einige wenige, welche ihre ſkandinaviſchen Namen zur Zeit der Eroberung beibehielten, werden ſpäter aufgeführt werden.
** So leiſteten im Jahr 991, faſt ein Jahrhundert nach der erſten Niederlaſ⸗ ſung der Dänen von Oſtangeln, die Heere der Wickinger unter Juſtin und Gurthmund den einzigen wirkſamen Widerſtand; auch Brithnoth, der helden⸗ müthige Vertheidiger ſeines vaterländiſchen Bodens, der von dem ſächſiſchen Dichter als Sachſe par excellence gefeiert wird, war höchſt wahrſcheinlich von däniſcher Abkunft. Laing bemerkt in der Vorrede zu ſeiner Ueberſetzung der Heimskringla ganz richtig:„die Aufſtände wider Wilhelm den Eroberer und ſeinen Nachfolger ſcheinen faſt immer in den Grafſchaften von neu dä⸗ niſcher Abkunft, nicht aber in den vom alten angelſächſiſchen Stamme bevöl⸗ kerten entſtanden und vorzugsweiſe unterſtützt worden zu ſeyn.“
Der Theil von Mercia, der aus den Burggebieten Lancaſter, Lincoln, Nottingham, Stamford und Derby beſtand, wurde im Jahr 877 ein däniſcher Staat; Oſtangeln, aus Cambridge, Suffolk, Norfolk und der Inſel Ely be⸗ ſtehend, in den Jahren 879—80, und das weite Gebiet von Northumbrien, das ſich nördlich vom Humber erſtreckte, ging im Jahr 876 in den Theil von Schott⸗ land, ſüdlich vom Frith, über.— S. Palgrave's Commonwealth. Neben dieſen ihnen angewieſenen Niederlaſſungen waren die Dänen als Landeigen⸗ thümer über ganz England zerſtreut.


