—
ſen ihm heiligen Opferaltar ſeines Schmer⸗ zes niederlegte, und als der immer weiter fortſchreitende Herbſt nach und nach den Schmuck der Fluren vertilgte und die Baume entlaubte, deren Zweige er oft, in Ermangelung der Blumen, zu dieſem
Zweck gewaͤhlt, gab ihm doch das finſtere
Nadelgeholz noch ein trauriges Gruͤn, um damit das geliebte Grab zu bekraͤnzen,
und weder die Stuͤrme des Spätjahrs,
noch ſeine Regenſchauer vermochten ihn
von der Stätte zu trennen, an der er ſich
ihr naͤher glaubte.
Er hatte Anna's letzte Bitte erfuͤlt, und ihre Auftraͤge an Arnold ausgerich⸗ tet, der mit aͤußerer, muͤhſam erzwunge⸗
ner Faſſung, aber innerlich tief erſchut⸗ tert, ſie anhoͤrte. Die Liebe zu ihr
war nicht in ſeiner Bruſt erloſchen, ſon⸗
dern nur gewaltſam durch die Macht des Ehrgeizes und die Furcht vor Schande


