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Sonne ſteht ja noch hoch— komme ich wieder, und hole Dich ab, daß Du nach
ſo viel Kummer endlich wieder zu guten
Menſchen und zur Ruhe kommſt.
Zur Ruhe, ja, zur Ruhe! ſeufzte ſie aus tiefer Bruſt, und ſtarrte lange
ſchweigend vor ſich nieder. Geh denn,
lieber Gottfried, fuhr ſie endlich fort, als er mit bedenklichen Blicken forſchend auf
ihren gramzerſtorten Zuͤgen ruhte, geh, und bereite mir ein Obdach, wo ich mein
muͤdes Haupt niederlegen kann. Dei⸗ ner Lieb' und Treue will ich es gern verdanken. Aber, ſetzte ſie nach einer Pauſe hinzu, verſprich mir erſt etwas, ehe Du gehſt. Wenn ich etwan bald ſterben ſollte, ſo rechtfertige mich, ſo gut
Du kannſt. Verſichere Allen, es ſey
fern von meiner Seele geweſen, jemals einen Diebſtahl zu begehen. ueberwinde 14*


