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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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verſtärken, um ihn von ſeiner Gattin abzu⸗ ziehn, und ſich ganz ſeiner zu bemaͤchtigen. Es war daher ſehr natuͤrlich, daß in Johan⸗ na's empoͤrtem, ihrer Gebieterin auf's in⸗ nigſte ergebenen Gemuͤthe nach und nach ein Widerwillen gegen dieſe Stoͤrerin ihres Frie⸗ dens entſtand, den ſie durch ſchweigende Ver⸗ achtung unverholen kund gab.

Sie beantwortete deshalb ihre Frage, was der Graͤfin zugeſtoßen ſei, nicht; doch konnte ſie, zu ſehr ergriffen von der Noth⸗ wendigkeit, der Kranken beizuſtehn, nicht wehren, daß Eugenia ſich mit ihr zugleich in's Zimmer drängte, wo Agnes, einer Leiche aͤhnlich, mit weit offenen, aber gleichſam der Sehkraft beraubten Augen im Zuſtand dum⸗ pfer Bewußtloſigkeit noch auf dem Fußbo⸗ den lag.

Die weiblichen Dienſtboten, die Jo⸗ hanna zur Huͤlfe herbei gerufen hatte, ver⸗ einigten ſich mit ihr, die Starre, Todten⸗ bleiche, auf den Divan zu tragen. Schluch⸗ zend knieten ſie vor ihr, die ſie ſterbend glaubten, nieder, und kuͤßten die Hand, die

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