284
der ruhig geworden war, da— ich ſchelte mich ſelbſt uͤber meine Thorheit, doch die ſchwache Menſchlichkeit behauptet immer ihre Rechte— da grauſete mir vor dem, was ich gethan, und ich wuͤnſchte es ungeſchehen, bis die Vernunft mir zufluͤſterte, es ſei Recht geweſen. ueberhaupt, wüs iſt denn unge⸗ heueres an dem Schickſal dieſer Schwaͤrme⸗ rin? Iſt nicht alles in der Welt dem Wech⸗ ſel unterworfen? Sogar der Mond geht unter, um den Antipoden zu leuchten, und dunkel wirds auf den Gefilden, die er ver⸗ ließ. Wie duͤrfte ſie denn verlangen, eine Ausnahme zu machen, und im ununterbro⸗ chenen Glanz des Daſeins bis an's Ziel zu wandeln? Waren nicht die erſten Regungen ſeiner begluͤckenden Jugendliebe ihr zugewen— det? Sie hat den Silberblick des Lebens genoſſen— was will ſie mehr?
Uebrigens wird die Hpferflamme des verzichtenden Herzens eine neue Glorie um das Antliz der frommen Dulderin weben, und es waͤre ja Schade, ſie um dieſen Nim⸗
bus zu bringen. Auch üͤberwindet eine Ge⸗
——
1 ————————


