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Die Kokette : ein Roman / von der Verfasserin der Erna, Felicitas usw.
Entstehung
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was mir das behagliche Gefuͤhl gewaͤhren kann, daß ich keineswegs in dienſtbarer Ab⸗ haͤngigkeit, ſondern durch jede Ruͤckſicht der Hoͤflichkeit ausgezeichnet und ermuthigt, auf gleichen Fuß mit denen ſehen ſoll, die— mich bezahlen.

Der Graf war noch in ſeinem Zimmer, als er mir ſeinen Beſuch verkuͤnden ließ, folglich hatte ich Zeit, noch einen pruͤfenden Blick in den Spiegel zu werfen, und ich geſtehe Dir, vor der ich keinen Gedanken verheimliche, daß dieſer Blick mir zwiefachen Muth gab, ihm entgegen zu treten.

Denn es mußte mir allerdings daran liegen, ihm nicht zu misfallen, und— wie man oft erlebt, daß der männliche Geſchmack gern von einem Extrem zum andern flattert, und die Contraſte liebt, die ihm auf eine unerwartete Weiſe begegnen— ſo durfte ich nicht befuͤrchten, daß ſich mein dunkler Lok⸗ kenkopf, und mein ſchwarzes, blitzendes Auge neben der blonden Glorie und den bittenden Vergißmeinnichtsaugen ſeiner Frau zu mei⸗ nem Nachtheil ausnehmen werde. Wenn