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neuen Lage uͤberſchaue, mir weiſſagt, daß ich ſie wohl ſchwerlich lange aushalten werde.
Doch— ſei dem, wie ihm wolle— die Gegenwart geſtattet mir wenigſtens, mein von ſo manchen Demuͤthigungen der Vergan⸗ genheit niedergedruͤcktes Haupt wieder zu er⸗ heben, und ich werde ausruhen hier von den Drangſalen, durch welche beleidigter Stolz und gekraͤnkte Eigenliebe mein Innerſtes ſo vielfach verlezten.
Denn laß mich Dir nochmals daß nur dieſe Empfindungen, kein tiefer ein⸗ greifendes Gefuͤhl, mir die ſchonungsloſe Trennung ſchmerzlich machten, durch die ſich Benndorf damals gerade im entſcheidenden Augenblick, wo ich mir neben ihm eine be⸗
hagliche Exiſtenz fuͤr das Leben gegruͤndet zu haben glaubte, von mir losriß, um zu dem albernen Gaͤnschen zuruͤck zu kehren, mit dem
er fruͤher verlobt war. Ein wenig Verdruß uͤber meine eigene Unbeholfenheit kam dazu. Warum ließ ich ihn einen Blick in meine Karten thun? Warum konnt' ich der kin⸗
diſchen Betroffenheit nicht wehren, die bei


