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nes Haar war in Flechten aufgewunden, und ſcheitelte ſich uͤber einer Stirn, die
als der Sitz der reinſten jungfraͤulichen Un⸗
ſchuld, einen Raphael hätte zu den ſchoͤn⸗
ſten aller Madonnen begeiſtern muͤſſen.
Die etwas blaſſen Lippen umſchwebte ein milder Ernſt, und als ſie nun die dunklen, ſeelenvollen Augen erhob, war mir, als gehe ein himmliſches Geſtirn vor mir auf, denn ein ganz eigener, wunderbarer Glanz der hoͤchſten Lauter⸗ keit und Klarheit ſtrahlte aus ihnen her⸗ vor. Sie nahm jetzt die neben ihr ſtehen⸗
de Lampe, und trat zum Bett der Kran⸗


