55 Bundes an die Seite des Verlobten ver⸗ ſetzte.—
Nit welchen Empfindungen vernahm Klotilde in ihrer Einſamkeit den Jubel der Menge, das Glockengelaͤute der Stadt, den dumpfen Donner der Kanonen, der die Ankommende begruͤßte. Wie ſchnitt die rauſchende Muſik, die in allen Stra⸗ ßen ſchallte, durch ihre Seele, und wie vertiefte die ſtrahlende Illumination, die am Abend die ganze Reſidenz feenhaft verklaͤrte, die naͤchtliche Finſterniß noch, die in ihrem Gemuͤth herrſchte. Das fluͤchtige Gehen und Kommen mehrerer Bekannten trug tropfenweis das Gift zu ihrem innerſten Vernichten herbei. Denn ahnungslos, wie unheilbar jedes Wort


