45
ſetzte, um mit ihrem Geſtaͤndniß auch das
Geluͤbde zu erpreſſen, freiwillig und ſo⸗ gleich dem Bunde dieſer ſchwärmeriſchen Liebe zu entſagen.
Klotilde ſah das heilige Geheimniß ihres Herzens entbuͤllt, und ſo neu und unerfahren auch ihr Blick in's Leben war, ſo fühlte ſie doch, jetzt ſey Alles aus⸗ und ihr zerknicktes Daſeyn nun beſchloſ⸗ ſen. Sie erklaͤrte daher, nicht ohne jene Wuͤrde, die das goͤttliche Gepraͤge der Unſchuld auch dann noch behauptet, wenn Verfolgung uber ihren Frieden ſiegt, den ganzen Zuſammenhang ihrer reinen Ver⸗ bindung, und zugleich, daß das Gluͤck des Geliebten ihr ſtets theurer, als das eigene geweſen, daß ſie keine ſträfliche


