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zarte Blume des Thales! ich ſchwöre es, deinen jung⸗ fräulichen Glanz nicht zu beflecken. Ein Diener des
Himmels ſoll unſer Geſchick vereinen. Komme, dein Gemahl wird deiner würdig ſeyn; dein hochzeitliches Lager ſoll ſich rein erhalten. O meine Elodie, willige
ein, mir zu folgen. Die erſten Führer meines Früh⸗ lings, die erſten Gefühle meines Lebens, die Ehre, die Biederkeit, Begeiſterung und Tugend hat meine Liebe zu dir mir wieder gegeben.«
»Nein,« wiederholte Elodie mit flehender Stim⸗ me, und ſeinen Bemühungen widerſtrebend: vnein, ich darf euch nicht folgen: Laßt mich!«
Bey dieſem rührenden Rufe der unſchuld hielt der Einſame ein. Mit Blitzesſchnelle war der Augen⸗ blick der Begeiſterung vergangen; gleich einem luftigen Nebel verſchwanden die zauberiſchen Bilder. Dem gött⸗ lichen Traume folgte ein ſchreckliches Erwachen: traurige Erinnerungen entriſſen ihm die Täuſchungen; ſchnell aufſteigende Gedanken riefen ihn zu ſich ſelbſt zurück Der unerklärbare Mann ließ Elodiens Hand ʒuruc ſinken.
„Verzeihet,« ſprach er zu ihr,»einen Augenblick des Wahnſinns„. Ihr mich lieben! was wage ich zu hoffen! Ihr mir auf den öden Felſen felgen! war ich eines ſolchen Opfers werth? Nein; meine unſinni⸗ gen Wünſche konnten nur den Himmel und die Erde erzürnen... Ich weiß an mir Gechiotet u kben Ihr ſeyd frey*
Wie verändert war ſein Ton! nie zene ſic lebhafter Bedauern, Schmerz, Reue und Verzweif⸗


