.
und die Waiſe an das verlaſſene Ufer, auf welchem
ſonſt Marcelinens Hütte ſtand: ſie war über den Ab⸗ hang des Fluſſes hin gebaut geweſen. Eine ſchreckliche Maſſe von Erde und Felsſtücken, welche von den Ge⸗ birgswänden los geriſſen worden war, hatte das ländliche Gebäude fortgeſchleudert: ſeine Grundlagen ſogar waren verſchwunden. An der Stelle der Hütte zeigte ſich jetzt ein weiter Schlund, und im Grunde desſelben ſprwelte ein ſchwefeliges Waſſer, aus wel⸗ chem ein dumpfes Geſtöhne erſcholl; der Engel der Verwüſtung ſchien aus den Tiefen dieſes Abgrunds ſeine Stimme zu erheben.
Am Ufer des neuen Gießbaches bemerkte die Jung⸗ frau Marcelinen. Sie eilte zu ihr: und in ſchmerz⸗ licher Theilnahme, welche dieſes traurige Schauſpiel ihr verurſachen mußte, wollte ſie, die Augen ſchon von Thränen gefüllt, mit ihr von ihrem Unglücke ſprechen.
„Liebenswürdiges Kind,« unterbrach Marceline ſie, „weinet nicht; mein Unglück iſt ſchon mehr als gehoben. Der Blitz hat in das Thal geſchlagen, aber das ver⸗ ſühnende Geſtirn leuchtet auf dem Gebirge«
»Seht le fuhr ſie fort, indem ſie einen mit Gold⸗ ſtücken gefüllten Beutel öffnete:»Hier iſt Geld, wovon
ich drey Hütten wie diejenige, welche ich verloren habe,
wieder erbauen kann.«—»O, gute Alte,« rief Elodie durchdrungen von Freude,»der Himmel iſt gerecht⸗
Eure letzten Tage werden glückliche Tage ſeyn: aber
welche wohlthuende Hand hat Euch ſo ſchnell gehol⸗ fen«—»Was la rief Marceline mit Begeiſterung,
1 6 412 13 7 6 8 6 3 6 6 6 13 3 55 . . 3
— —
—


