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Bibliographic Metadata

Title
Brief von Johannes Theodor Reinhardt an Karl Ernst von Baer
AuthorReinhardt, Johannes Theodor
RecipientBaer, Karl Ernst von
OtherEschricht, Daniel Friedrich ; Morton, Samuel George ; Schoolcraft, Henry Rowe ; Steenstrup, Johannes Japetus Sm. ; Middendorff, Alexander Theodor von ; Morlot, Adolph von ; Retzius, Anders Adolf
Place and Date of CreationKopenhagen, 08/12/1860
Description1 Brief, 6 Blatt (10 beschriebene Seiten), 8°
LanguageGerman ; Deutsch
SeriesNachlass Karl Ernst von Baer - 1. Briefe - 1.17 Band 17
Shelf markNachl. Baer, Briefe 17, Bl. [514], 515-520
URNurn:nbn:de:hebis:26-digisam-155435 
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Reference
Availability In My Library
Archive METS (OAI-PMH)
IIIF
Classification
Abstract

Antwort auf Brief, die sich etwas länger hingezogen hat. Dankt für Zusendung der Abhandlung über die Macrocephalen (Die Macrocephalen im Boden der Krym und Oesterreichs, verglichen mit der Bildungs-Abweichung, welche Blumenbach Macrocephalus genannt hat. In: Mém. Acad. sciences St. Pétersbourg (1860), S. 1–78). Die Frage der künstlichen Verbildung eines Schädels sei gerade ein Streitpunkt zwischen ihm und Eschricht. Zu den Forschungen und Publikationen von Morton in Schoolcrafts Werk (Historical and statistical Information, respecting the History, Condition and Prospects of the Indian Tribes of the United States, 6 Volumes, Philadelphia 1851-1857). Was den Vogel Alca impennis betrifft, so sei noch nicht geklärt, ob er wirklich ausgestorben ist. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass auf Island noch eine kleine Kolonie brüte. Die letzten seien 1844 erlegt worden. Steenstrup habe über den Geiervogel (Riesenalk) eine ausgezeichnete Arbeit verfasst, die in einer dänischen Zeitschrift erschienen (1855) und und von der auch zwei Exemplare in Petersburg (u.a. bei Middendorff) vorhanden sein sollen. Er sendet Baer sogleich diese Arbeit von Steenstrup. Fasst dessen Forschungsergebnisse zum Geiervogel in neun Absätzen zusammen, u.a. dass der Vogel durch den Menschen ausgerottet wurde. Von Steenstrups Forschungen über die Kjökken-Medinger, den Baer nur nach Morlot zitiere, gebe es einen Auszug in den Berichten der Münchener Akademie. Von den Schädeln lasse er gerne Abdrücke machen. Die ganze Forschung über die Ureinwohner Dänemarks stecke noch in ihren Kinderschuhen. Berichtet über die vorhandenen Schädel und Publikationen. Er könne nicht sagen, welche Schädelform typisch sei für die jeweiligen Kulturperioden. Einen gemeinschaftlichen Typus aufzufinden sei kaum möglich, wie schon Retzius festgestellt habe. Das Königliche Museum besitze nur einen Schädel, den er gegebenenfalls zur Ansicht nach Petersburg schicken könne.

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