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N 353. Ma ist dir, Esther Königin? und was forderst du? auch die Helfte meines Königreichs soll dir gegeben werden. O Seele, fehlt dir nichts? Hast du nichts zu bitten? O ja! gar viel. Ey so nahe dich zu deinem holden König und Bräu⸗ tigam ohne Furcht. Siehe, er reicht dir seinen Scepter, und sagt: Bitte, bitte nur, ich will nicht nur mein halbes, sondern mein gantzes Königreich, ja mich selbst dir mittheilen. O Seele, so laß dir nichts zu groß, aber auch 1 nichts zu klein seyn, bitte und sage ihm alles/ denn seine Leutseligkeit will 1 auch das kleinste hören, ja er will für unbekant halten, was du ihm nicht 1 5 0 sagest, was aber ihm gesaget ist, das ist schon am rechten Ort angebracht, 4 77 J] und ist nicht mehr auf deinem, sondern auf seinem Hertzen, das nicht ruhen 1 0 17 kan, bis dir geholfen ist. 9 1 HER, gönne meinen Glaubens Blicken den Eingang in dein Heilig⸗ 4 (lb. thum, 3 UN Und laß mich deine Gnad erqvicken zu meinem Heil und deinem Ruhm, Reich deinen Scepter meiner Seelen, die sich wie Esther vor dir neigt, Und dir, als deine Braut sich zeigt; Sprich: ja, du bists, die ich erwähle. 1 Num. 278. 9. 2.
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