f 14. e 5 Becchicke dein Haus, denn du must sterben. 2 Kön. 205 f a
He RR, lehre mich doch nur bey Zeiten, da ich doch einmal sterben muß, Zu meinem Ende mich bereiten, auf daß des Lebens Ziel und Schluß, Nicht plotz, eh' Hertz und Haus bestellt, mich unbereitet überfällt.
Laß mir mit iedem Glocken⸗Schlage den letzten vorgestellet seyn:
Denn meine Zeit zum Sterbe⸗Lage rückt damit immer näher ein;
Drum gib mir doch zu ieder Zeit des Geistes rechte Wachsamkeit.
Ach laß mich doch von allem scheiden, was nicht mit in den Himmel geht; Ja laß mich alles, alles meiden, was in dem Tode nicht besteht,
Was manchem da erst Reu gebracht, und was das Sterben bitter macht. Besonders laß den schnöden Lüsten, dem Haß und Stoltz nicht Platz in mir, Und wenn sich solche Greuel brüsten,; So stelle bald den Tod mir für, Auf daß sich ihre Wuth bald legt, und nicht im Tod erst Schmertz erregt.


