Heft 
(2025) 1/2025. Dezember 2025
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1

Liebe Mitglieder,

liebe Leserinnen und Leser

Während der jüngsten Studienrei- se nach Polen haben Vorstandsmit- glieder und einige Begleiter auch das neue Domizil der StiftungPro vita et spe(Ambulanz für ehemalige Häft- linge der nationalsozialistischen Kon- zentrationslager und Kinder des Holocaust) besucht. Der Ambulan?- Leitung und Belegschaft war das Tref- fen angekündigt worden, und so hat- ten sie eine Uberraschung für unsere kleine Delegation in Form einer lie- bevoll gestalteten Dankesurkunde (viehne Vitelseite und Seile 3) vorberei- tet. Dieser Dank und diese Anerken- nung gebühren natürlich allen Mit gliedern unserer Lagergemeinschaft und unseres Freundeskreises der Aus- chwitzer sowie auch all jenen, die oh- ne Mitgliedschaft unsere Projekte und Aktivitäten durch Spenden und/oder sonstiges persõönliches En- gagement unterstützen.

Wir dürfen stolz sein auf diese An⸗ erkennung sowie das Vertrauen, das uns seit Gründung unsereres Vereins von den Verfolgten der deutschen Menschheitsverbrechen entgegenge- bracht wird. Das gilt nicht nur für die nur noch geringe Anzahl der Uber- lebenden, sondern auch für die Orga- nisationen und Institutionen, in de- nen die Brinnerung an die Opfer auf rechterhalten wird. Dies ist auch im- mer eng mit der dringenden Mah- nung verbunden, dass es weiterhin sehr notwendig ist, sich für eine de-

mokratische Rechtsordnung einzu set?en und sich damit solidarisch ge- gen die derzeitig massiven Tendenzen hin zu rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Gesell- schaftsmodellen zur Wehr zu setzen. Primo Levis prãgender Satz über den HolocaustEs ist geschehen- folglich kann es wieder geschehen hat leider nichts an aktueller Bedeutung verlo- ren.

Seid nicht gleichgültig

Das Credo unseres Vereinsgrün- ders Hermann ReineckUber Ausch- wit? darf kein Gras wachsen haben wir mit Leben erfüllt unter anderem im Januar und Februar 2025 mit zwei Buchvorstellungen in Bad Vilbel und Gießen. Das BuchBriefe aus der Asche-Die Aufzeichnungen des Jüdi- schen Sonderkommandos Auschwit? wurde im Gesprãch zwischen dem Au- tor Pavel Polian und Andreas Kilian vorgestellt. Das grauenvolle Schicksal der Sonderkommando-Hãäftlinge und die spektakuläre Entzifferung der in der Erde vergrabenen Berichte berührten das jeweilige Publikum schr. Dies fand auch in den dazu er- schienenen Zeitungsberichten seinen Niederschlag.

In Zusammenarbeit mit der Ar- beitsstelle Holocaust-Literatur am Fachbereich Germanistik der Univer- sität Gießen fanden weitere Veran- Staltungen statt: So las am 30. Januar