Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1
Liebe Mitglieder,
liebe Leserinnen und Leser
Während der jüngsten Studienrei- se nach Polen haben Vorstandsmit- glieder und einige Begleiter auch das neue Domizil der Stiftung„Pro vita et spe“(Ambulanz für ehemalige Häft- linge der nationalsozialistischen Kon- zentrationslager und Kinder des Holocaust) besucht. Der Ambulan?- Leitung und Belegschaft war das Tref- fen angekündigt worden, und so hat- ten sie eine Uberraschung für unsere kleine Delegation in Form einer lie- bevoll gestalteten Dankesurkunde (viehne Vitelseite und Seile 3) vorberei- tet. Dieser Dank und diese Anerken- nung gebühren natürlich allen Mit— gliedern unserer Lagergemeinschaft und unseres Freundeskreises der Aus- chwitzer sowie auch all jenen, die oh- ne Mitgliedschaft unsere Projekte und Aktivitäten durch Spenden und/oder sonstiges persõönliches En- gagement unterstützen.
Wir dürfen stolz sein auf diese An⸗ erkennung sowie das Vertrauen, das uns seit Gründung unsereres Vereins von den Verfolgten der deutschen Menschheitsverbrechen entgegenge- bracht wird. Das gilt nicht nur für die nur noch geringe Anzahl der Uber- lebenden, sondern auch für die Orga- nisationen und Institutionen, in de- nen die Brinnerung an die Opfer auf— rechterhalten wird. Dies ist auch im- mer eng mit der dringenden Mah- nung verbunden, dass es weiterhin sehr notwendig ist, sich für eine de-
mokratische Rechtsordnung einzu— set?en und sich damit solidarisch ge- gen die derzeitig massiven Tendenzen hin zu rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Gesell- schaftsmodellen zur Wehr zu setzen. Primo Levis prãgender Satz über den Holocaust„Es ist geschehen- folglich kann es wieder geschehen“ hat leider nichts an aktueller Bedeutung verlo- ren.
„Seid nicht gleichgültig“
Das Credo unseres Vereinsgrün- ders Hermann Reineck„Uber Ausch- wit? darf kein Gras wachsen“ haben wir mit Leben erfüllt unter anderem im Januar und Februar 2025 mit zwei Buchvorstellungen in Bad Vilbel und Gießen. Das Buch„Briefe aus der Asche-Die Aufzeichnungen des Jüdi- schen Sonderkommandos Auschwit?“ wurde im Gesprãch zwischen dem Au- tor Pavel Polian und Andreas Kilian vorgestellt. Das grauenvolle Schicksal der Sonderkommando-Hãäftlinge und die spektakuläre Entzifferung der in der Erde vergrabenen Berichte berührten das jeweilige Publikum schr. Dies fand auch in den dazu er- schienenen Zeitungsberichten seinen Niederschlag.
In Zusammenarbeit mit der Ar- beitsstelle Holocaust-Literatur am Fachbereich Germanistik der Univer- sität Gießen fanden weitere Veran- Staltungen statt: So las am 30. Januar


