Heft 
(2024) 1/2024. Dezember 2024
Einzelbild herunterladen

8 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

vorstellen konnte. Ihr noch vorhande- nes Wissen über Terezin und das Fa- milienlager in Auschwitz-Birkenau, insbesondere über den Kinderblock und Fredy Hirsch, war einzigartig. Aber auch zu allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Themen gab sie ihre Kommentare ab, wenn sie da- nach gefragt wurde. Zum Aufstieg der AfD in Deutschland sagte sie:Las- sen Sie das nicht zu! Das sind Faschi- sten, ganz schlimme Jypen. Auch auf Facebook war Fvelina aktiv und gab dort noch ihre Kommentare mit über 90 Jahren ab

Nach jedem Treffen oder nach Vide overanstaltungen gab sie uns mit auf den Weg: Das schlimmste im Le-

ben der Menschheit ist der Hass. Ihn gilt es zu besiegen.

Liebe Evelina, ich werde alles dafür tun, damit dieser Hass nicht noch mehr um sich greift, so wie er damals vorhanden war und heute in vielen Teilen unserer Gesellschaft wieder vorherrscht.

Fvelina Merova wurde 93 Jahre alt. Im Kreis der Familie wurde sie auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Prag beerdigt, dort, wo unter ande- rem auch Franz Kafka sein Grab hat. Die let?zte noch lebende einstige Be- wohnerin des Mädchenzimmers Raum 28 in Theresienstadt. Wir wer- den sie nie vergessen und immer in unseren Herzen tragen.

Das rote Dreieck

In der Rhein- Main-Zeitung, dem Lolkalteil der HAZ wur am 25. Mni dieses Jahres eine Meldung zu lesen, nachdem an mehreren Orten gemalte rote Dreiechke auft- rauchten, die im Zusummenhang mit propdlòstinensischen Protesten Stehen. Uwe Nartwig, his 2070 Vomwitzender der Lagergemeinschaft hat dazu einen Leserhrief geschriehen, der am J. Auli veròfentlicht wurde.

Nach o. a. Bericht sind im Rhein- Main-Gebiet und bundesweit an etli- chen Universitäten im Zusammen- hang mit propalästinensischen und israelfeindlichen Aktivitäten Schmie- rereien aufgetaucht, die ein auf der Spitze stehendes rotes gleichseitiges Dreieck zeigen begleitet von Parolen mit positivem Bezug zu Gaza und Palästina. Die Behörden prüfen ein Verbot.

Nach dem Bericht markiere die Hamas ihre Feinde mit solchen

Schmierereien. Das auf der Spitze ste- hende rote Dreieck war in den NSLa- gern das Kennzeichen für politische Häftlinge. Die S8 nannte die Zeichen Winkel'. Wenn jetzt israelfeindliche Aktivisten das rote auf der Spitze ste- hende Dreieck verwenden zur Kenn- zeichnung der Feinde der Hamas oder als Zeichen der Solidarität mit der Ha- mas, dann verwenden sie ein Zeichen, das die in den Lagern verwendeten zur Kennzeichnung ihrer Gefangenen. Die in dem Pressebericht genannte In-