28 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
„EFin Triumph der Aufklärung“
Neuerscheinungen und Neuauflagen im Fischer TaschenbuchVerlag Sowie bei S. Fischer- Fine Sammelbesprechung Danksagung an Walter H. Pehle und den 8. Fischer Verlag
Mehr als 150 Bände sind in der Reihe„Die Zeit des Nationalsozialismus“ ver- õffentlich worden, seit vor über zwanzig Jahren die ersten Ausgaben nach der Far- be des Finbands„Schwarze Reihe“ genannt im Fischer Verlag erschienen sind. Das Lob für das Lebenswerk des Herausgebers Dr. Walter H. Pehle ist einhellig. Es reicht von„Errungenschaft sondergleichen“(Vehuda Bauer) bis„Triumph der Aufklärung“(Raul Hilberg). Für sein Wirken erhielt der Historiker und Lekt Walter Pehle kürzlich das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Die schwarze Reihe ist der Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer eine unerlãssliche Hilfe und ein sachkundiger Begleiter. Und so soll die nachfolgende Sammelbesprechung nicht nur ein Hinweis auf Neuerschei-
nungen sein sondern auch eine Danksagung an Verlag und Herausgeber.
Harald Welzer/ Sahine Moller/ Karoline Tchuggnall,
„Opa war Kein Nazi“, Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedãchtnis
Fischer Taschenbuch Verlag, Frank- furt am Main, Mai 2002
Unter dem aufschlussreichen Nitel „Opa war Kein Nazi“ werden die Er- gebnisse des Forschungsprojektes„Ira- dierung von Geschichtsbewusstsein“ am Psychologischen Institut der Uni- versitãt Hannover vorgestellt. Aus- gangspunkt der bestürzenden Studie ist die in der Einleitung vorgetragene Aus- Sage, gegenwärtig sei(zu ergänzen: im- mer noch)„weitgehend unerforscht, aus welchen Quellen sich das Ge- schichtsbewusstsein eigentlich speist“. Nach dieser Studie, die ihre Ergebnisse aus Einzelinterviews und Familienge- sprächen gewinnt, wissen wir es jetzt besser und vor allem genau genug um dort ansetzen und eingreifen zu kön-
nen, woran Geschichtsvermittlung durch Schule und andere Bildungsinsti- tutionen sowie durch Bücher und son- stige Medien scheitert: im„Familienge- dãchtnis“ Wenn Familien im kommu- nikativen Gedãchtnis“ die Zeit des Na- tionalsozialismus tabuisieren, verzer- ren, schönen und die eigene Ver- strickung leugnen, dann richten.. Aufklärungsprogramme.. gegen das Fortdauern romantischer und verklär- ter Vorstellungen selbst dann nichts aus, wenn sie funktionieren.“ Dieser Be fund wird in acht hochinteressanten Kapiteln begründet und illustriert. Pas vorliegende Buch ist ein„absolutes Muss“ für jeden Geschichtslehrer, Poli- tiker, für jede Familie.
Wodzimier Borodzie, Der War- Schauer Auſttund 1944 S. Fischer, Frankfurt am Main 2001
Wird diese Untersuchung über die Funktion des Familiengedächtnisses


