Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Beweis für die Verbrechen dar und wird sorgsam in den Sammlungen des Museums aufbewahrt und auch bei Ausstellungen gezeigt.
Die Leute, die man nach Auschwit?z schickte, sind zum größten eil sofort nach ihrer Ankunft in den Gaskam- mern umgebracht worden. Von ihnen ist nur Asche zurückgeblieben. Die, die man für gewisse Zeit ins Konzen- trationslager einwies, wollte man in ei-
e anonyme Masse verwandeln-ohne Seomne Gesichter, ohne Namen, ohne Haare, gekleidet in dieselbe ein- heitliche Kluft, in Leute ohne Vergan- genheit, ohne Zukunft, ohne Bedeu- tung.
Die Hauptaufgabe des Museums besteht nicht nur darin, alle Uberreste des Lagers, alle Dokumente und Be- weise der Verbrechen aufzubewahren, sondern vor allem auch die Erinne- rung an die Opfer wachzuhalten. Da- her ist die Sammlung von ca. 2400 noch vor dem Holocaust gemachten
Fotos so unglaublich wichtig. Dabei handelt es sich u. a. um Aufnahmen einzelner Personen wie auch um Gruppenbilder. Die Aufnahmen zei- gen Leute in Situationen, die jeder versteht, unabhängig von Nationalitãt, Rasse oder Religion. Es sind Fotos von Menschen, die sich über die Geburt ei- nes Kindes freuen, die verliebt sind, die die Schönheit der Natur bewun- dern oder die an wichtigen Ereignis- sen des privaten, beruflichen und õf- fentlichen Lebens teilnehmen.
Diese Sammlung zeigt nicht alle Opfer des Lagers und des Holocaust. Die erhaltenen Fotos betreffen hauptsächlich Juden aus Bedzin und Sosnowiec. Einige auf den Fotos zu er- kennende Personen konnten identifi- ziert werden, und man hat ihren Le- benslauf zurückverfolgt. Ein Teil von ihnen ist in Ghettos umgekommen, ein Teil wurde erschossen, einige sind in Lagern, darunter in Auschwitz, gestor- ben, ganz wenige überlebten. Jedes
Das Gebäude der ehemaligen Sauna nach der konservatorischen Frneuerung.
Foto: Lidia Foryciarz, 2001


