Heft 
(2000) 2/2000. Dezember 2000
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer F

ren die deutsche OrganisationAr- beitsgemeinschaft e. V. Flossenbürg in Regensburg Kontakte mit überleben- den Häftlingen des KK Flossenbürg aufgenommen, um Informationen, Be- richte über das Lager zu sammeln, Spuren der Geschichte der damaligen Zeit dokumentarisch zu sichern.

Die Behörden vor Ort mit dem Bürgermeister an der Spitze haben er- Eicht, dass manche Musealobjekte

6 Waschraum) wieder zum Be- sit? des Museums wurden, man kann jetzt sukzessiv manche Anderungen vornehmen. Ein Teil der Lagerfläche, auf der mehr als zehn Hãäfitingsblöcke standen, ist heute von Privatleuten be- baut. Ein Teil der ehemaligen Einrich- tungen ist eigentlich bis heute nicht re- konstruiert. Man muss aber zugeben, dass das Gebiet direkt am ehemaligen Krematorium vorbildlich in Ordnung gebracht wurde. In einer Reihe befin- den sich 18 Tafeln mit der Zahl der Ermordeten jeweils aus einem Land. Ein aufbewahrter und gut gepflegter Hügel mit Resten der hier verbrann- ten Menschen hat auch seine Symbo- lik. Die Tafeln mit den Namen der Sol-

9 der 3. Amerikanischen Armee, Angebracht an einer getrennten Mau- er, ergänzen die Ereignisse der Ver- gangenheit.

Vor ein paar Jahren wurde ein öku- menisches Gebetshaus mit nationalen Emblemen und Fahnen der Länder, aus denen die Häftlinge kamen, er- richtet. In diesem Gebäude beten je- des Jahr gemeinsam Vertreter ver- schiedenen Religionen. In der Nähe entstand ein Mausoleum für die fast Fünftausend hier ermordeten Juden. Auf den gut gepflegten Rasenflächen

entlang der Baumalleen stehen Kreu- ze und kleine Jafeln mit den Namen der Opfer. Das Ganze vermittelt den Eindruck einer schr gut gepflegten Parkanlage.

Es kommen hier Menschen aus der ganzen Welt, es kommen auch Jugend- gruppen aus Bayern, um die Ge- schichte des Lagers kennenzulernen. In den ehemaligen Verwaltungsgebäu- den wird in einem Kinosaal ein Doku- mentarfilm vorgeführt. In dem übrig- gebliebenen Teil des ehemaligen Bunkers ist eine kleine informative Ausstellung zur Geschichte des Lagers zu sehen. Es fehlen jedoch einzelne In- formationen über Häftlinge aus ver- schiedenen Ländern, über Transporte und Außenstätten des Lagers, die durch die SSFührung KI Flossenbürg verwaltet waren.

Die ausgestellten Bilder der Hitler- attentäter vom 20. Juli 1944 von Ad- miral Wilhelm Canaris, General Hans Oster, Dietrich Bonhoeffer und von Anderen tragen nicht viel dazu bei, um sich das Ausmaß des Verbrechens und die Zahl derer, die hier ihr Leben ver- loren haben, bewußt zu machen. Die Leitung der Museumsstätte in Flos- senbürg liegt zurzeit in der Hand des dynamischen und aktiven Herrn Jörg Skriebeleit. In der letzten Zeit fanden hier Veränderungen und Verwaltungs- aktivitäten statt. Die Entfernung der bisherigen Bewohner aus der ehema- ligen Küche und Wãscherei und ande- re Aktivitäten lassen hoffen, dass der Vergangenheit und der Geschichte dieses Lagers endlich mehr Platz ge- widmet wird. Um das durchführen zu können, braucht man natürlich finan- zielle Mittel. Diese Frage war unter