2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Klubs und die dort geleistete Arbeit informiert. In einem der nächsten Mittei- lungsblätter mõchten wir dem Vorstand des Klubs das Wort geben und unsere Leser einbeziehen in die Aufgabenstellung der Betreuung und Interessenver- tretung der ehemaligen Hãftlinge und ihrer Angehörigen: Was heißt es, heute 55 Jahre nach der Befreiung sich den Spãt- und Folgeschäden der Qualen, Demüti- gungen und Verletzungen zu stellen und zu helfen, so gut es geht?
Im Klub verabschiedeten wir uns von Henryk Matuszewski, der trotz ande- rer Verabredungen darauf bestanden hatte, uns zu sehen. Es war ein Abschied mit Tränen in den Augen, als hätte unser Freund geahnt, dass es ein Abschied für immer sein würde. Wenige Tage spãäter starb dieser in seiner stillen bescheide- nen Art imponierende Mann im Alter von 77 Jahren.(Siehe Nachruf von Ger- hard Herr auf Seite 10.) G
Im Staatlichen Museum Auschwitz konnten wir uns vom guten Fortgang der auch von uns finanziell unterstũtzten Sicherung der Exponate überzeugen. In ei- nem lang angelegten Projekt ist vorgesehen, farbige Digitalaufnahmen zur Do- kumentation der Sammlungen zu erstellen. Auch hierüber werden wir dem- nächst berichten.
Nicht zuletzt konnten durch unseren Besuch die Kontakte zum Internatio- nalen Auschwitz-Komitee gepflegt werden. Matthias iessen und Albrecht Wer- ner-Cordt wurden von Kazimierz Smolen, der vor seinem Ruhestand lange Jah- re als Direktor dem Staatlichen Museums Auschwitz vorstand, zu einem freundschaftlichen Gespräch empfangen, in dem ebenfalls über die Verwendung von Spenden zur Finanzierung verschiedener anstehender Vorhaben gesprochen wurde.
Alles in allem haben die Zusammenkünfte nicht nur über die Verwendung des Spendenaufkommens wesentliche Aufschlüsse erbracht, sie waren darüber- hinaus reich an neuen Finsichten und Erfahrungen.
Der Vorstand bittet alle Mitglieder und Freunde um eine Spende. Das
Geld dient der Finanzierung laufender Arbeiten. Ohne regelmäßige wei-
tere Unterstũtzung ist der Fortgang nicht gesichert.(Ein Uberweisungs- formular liegt wie üblich diesem Heft bei. Falls nicht, dann beachten Sie
bitte die Kontonummern auf den Umschlagseiten.)
Auf den nächsten Seiten berichten Jozef Paczynski, Vorsitzender des Kra- kauer Klubs ehemaliger Häftlinge des KZ Auschwitz-Birkenau, über den Be- such, während Kazimierz Albin die Ziele und Aufgaben der Organisation TO- NO vorstellt. Lee-Flisabeth Hölscher-Langner portraitiert kurz die beiden ehemaligen KZHäftlinge, für die die Lagergemeinschaft-Freundeskreis der Auschwitzer in einer Patenschaft die Kosten für die pflegerische Betreuung übernommen hat.


