Lagergemeinschaft Auschwit?- Freundeskreis der Auschwitzer
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kreuz der BRD verliehen. Nach Pro- testen wurde die Verleihung rück- gängig gemacht.
Die I6 Farben wurden'entfloch- ten“, es entstanden die Chemiekon- zerne BASF, Bayer, Hoechst, Casella und Hüls. 1955 wurde die IG Farben AG i. A.“(I[6 Farbenindustrie Akti- engesellschaft in Abwicklung) ge- gründet. Sie sollte das Restvermögen des alten Konzerns, Gebäude und
¶Mrundstũcke. die nicht unmittelbar
zum Cheimiebereich gehörten, zu- sammentragen und verkaufen. Mit dem Geld sollte ehemalige Zwangs- arbeiter entschädigt werden. Von Anfang an betätigten sich sich die Manager der I6 Farben i. A. jedoch viel mehr als Akkumulatoren denn als Liquidatoren. Lediglich 1957 wurde eine Zahlung von 27 Milli- onen Mark für ehemalige Zwangs- arbeiter und ihre Hinterbliebenen ausgeschüttet.
Damit waren die Opfer'abge- hakt'. Rein juristisch wurden An- sprüche als verjährt angesehen. Eine geordnete Auflösung der I6 Farben i. A. fand jedoch nicht statt. Zwar darf die A6 keine Produktionsstãt- ten betreiben, aber durch Immobili- enverkäufe, Wertpapier- und sonsti- ger Spekulationsgeschäfte an der Börse wurden erstaunliche Gewinne erzielt. 1993 wurde die Rekordsum- me von 154 Millionen Mark an die Aktionäre ausgeschüttet.
Gewinnträchtige Ostphantasien“ trieb die sogenannten Liquidatoren und die Aktionäre nach der Vereini- gung der beiden deutschen Staaten um. Sie machten sich Hoffnungen auf ausgedehnte Liegenschaften in der ehemaligen DDR. Rund vierzig Prozent des alten I6 Farbenkon- zerns lagen schließlich im Osten,
darunter berühmte Adressen wie die Leuna-Werke oder Buna in Schko- pau. Die Kurse der I6 Farben i. A. stiegen zeitweise auf das Dreifache ihres Wertes vor 1989.*Schillernde Interessengruppen“, so das gewiss nicht börsenfeindliche Handelsblatt, fühlten sich zum Spekulieren ani- miert. Vor drei Jahren wollte die laut Gesetz mit der Liquidation be- auftrage A6 ihren mit Leichen- geruch“ behafteten Namen loswer-
Skulptur eines Auschwitz-Hdftlings


