Heft 
(1994) 2/1994. Juni 1994
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 27

Bilder des Auschwitz-Uberlebenden Stanislav Zak-Kaminski Malen als Erinnerung

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Stanislay Zak-Kaminski(rechts) und Johann Philipp von Bethmann

»Warschau- Auschwitz- Frankfurt“, unter diesem Titel werden noch bis zum 24. Juli im Haus der Freunde Frankfurt, Schellgasse 8, Bilder des Malers Stanislav Zak-Kaminsiki gezeigt. Er wurde 1925 in Warschau geboren, war über vier Jahre in den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald,

¶MMitelpau Pora und Bergen Belsen inhaftiert.

Stan Zak-Kaminiski, der von den Deutschen in den KZs als medizinisches Versuchskanninchen mißbraucht worden war, begann nach der Befreiung wieder zu malen, nachdem ihm ein Arzt geraten hatte, als therapeutische Maßnahme die Lieblingsbeschäftigung seiner Kinderjahre wieder aufzuneh- men.'Seitdem er nachts nicht mehr schläft, sondern malt, entkommt er auch den Alpträumen, in denen er viele Jahre lang die Lagerzeit Nacht für Nacht neu durchlebte“, schrieb die Frankfurter Rundschau(18. Juni 1994). Seine Bilder berichten»über den Weg des Geldes oder die Verbindung zwischen Kristallnacht' und Auschwitz, über die lange Strecke vom Warschauer Getto- Aufstand bis zu Willy Brandts Kniefall vor der Gedenkstätte“(FRy).

Bröffnet wurde die Ausstellung am 27. Juni von Johann Philipp Freiherr von Bethmann, der erklärte, die Freundschaft zwischen ihm als'ehemaligen Hit- lerjungen“ und'einem Häftling, der Auschwit?z erlitt“ sei ihm mehr als nur eine»Privatsache“. Gffnungszeiten sind dienstags, freitags, sams- und sonn- tags von 14 bis 18 Uhr.