Heft 
(2020) 2/2020. Dezember 2020
Einzelbild herunterladen

Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1

Vielen Dank für Ihre/ Eure Unterstützung

Liebe Freunde, Mitglieder wie Sympathisanten,

die Corona-Pandemie hat auch unse- re Vereinsarbeit stark beeinträchtigt. Im Januar konnten wir in Gießen noch eine beeindruckende und sehr gut besuchte Veranstaltung mit Fdith Erbrich(siche Seite 11 folgende) durchführen. Das war es dann aber leider für dieses Jahr mit Veranstal- tungen. Lediglich Vorstandssit?ungen konnten wir unter den durch die Pan- demie notwendig gewordenen Bin- schränkungen abhalten. Die für den 14. November vorgesehene Mitglie- derversammlung musste auf kom mendes Jahr verschoben werden.

Guten Mutes waren wir, was unse- re geplante Studienfahrt nach Oswie- cim und Krakau im Oktober anging. Dann stieg die Zahl der Neuinfektio- nen aber auch in Polen wieder rasant an, und einen Tag vor der Abreise wur- de die Region Kleinpolen(mit Kra- kau und Auschwit?) zum Hochrisiko- gebiet eingestuft. Bald kam dann auch die Reisewarnung durch das deutsche Außenministerium. Auch unser Part- ner in Oswiecim, die Internationale Mgendbegegnungsstätte, riet von einer Anreise ab. Wir danken allen ange- meldeten Reiseteilnehmern für ihr Verstãndnis, dass wir die Reise stor- nieren mussten.

Obwohl wir als Verein auf einigen Kosten sitzen geblieben sind, haben wir im Vorstand beschlossen, an alle Reiseteilnehmer die komplette Sum- me ihrer Zahlungen zurückzuüber-

weisen. Dies geschah dann auch, und wir freuen uns sehr, dass viele mit ei- ner Spende halfen, so dass das Defizit vollständig ausgeglichen werden konnte.

Generell erwies sich auch dieses Jahr, dass unsere Gemeinschaft und der Freundeskreis auf Ihre Unterstüt- zung und Solidarität vertrauen kön- nen. Dank Ihrer Spenden konnten wir im gewohnten Umfang wieder mehr als 11.000 Buro an Hãftlingsorganisa- tionen und Projekte in Polen überwei- sen. Dass diese Unterstüt?ung direkt ankommt, dafür sorgen unsere per- sönlichen Kontakte sowie die Partner vor Ort.

Seit zwei Jahren unterstützt die Lagergemeinschaft Zum Beispiel zwei hochbetagte Auschwitz-Uberlebende mit insgesamt 550 Huro im Monat. Wir gewährleisten damit, dass sie in ihren Wohnungen bleiben und dort die not- wendige Hilfe erhalten können. An- sonsten wäre eine Unterbringung in einem Pflegeheim erforderlich. Beide Uberlebende standen in der Vergan- genheit öfters bei unseren Studien- fahrten für Zeitzeugen-Gespräche zur Verfügung. Da nun in diesem Jahr auch in Polen die finanziellen Anfor- derungen für persönliche Betreuun- gen gestiegen sind, wurden wir gebe- ten zu prüfen, ob wir hier unser finanzielles EFngagement um rund 350 ProZent erhöhen können. Dank eini- ger Reserven sowie einer großzügigen