24 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
sprechens jedoch bis heute nicht. Lediglich ein Filmprojekt löste Zwi- Schenzeitlich im Jahre 1967 die einzige bislang dokumentierte und professio- nell durchgeführte archäologische Gra- bung auf dem Krematoriumsgelände aus, allerdings nur, um bereits sechs Jahre zuvor entdeckte Uberreste eines Müllhaufens garantiert bergen zu kön- nen. 30 Jahre nach seiner Grabungs- ankündigung antwortete der ehemalige Direktor des Auschwitz-Museums Smolen am 23. O9. 1 904 auf die Frage des Verfassers, ob überhaupt noch Hand- schriften gefunden werden könnten, wie folgt: Es ist mõglich, es ist mõglich, hloß jelzt mluss man einfuch vugen. v0l che Ausgrabungen machen eine sehr große Sensation. Das ist nicht gut für
SOlche Sachen. Zweilens es ist hestimmt nicht einfuch, jelzt etwus zu inden, weil diese Gegend hat vich einſach gedindert. Ps isl hestimmt mindestens dreißig Zen- timeter hõher als es mal wan“
Diese Feststellung ist 25 Jahre alt. Unmöglich ist es aber immer noch nicht, Sonderkommando-Aufzeichnun- gen in der Erde des Krematoriums- geländes zu finden, vorausgesetzt der politische Wille ist dafür vorhanden. Die Verantwortung für die Verrottung der Sonderkommando-Schriften, der be- deutendsten Dokumente der Shoah, im Boden Birkenaus liegt jedenfalls derzeit bei unserer Generation. Zukünftige Ge- nerationen werden über die absehbaren Folgen und das Ergebnis dieser Un- tãtigkeit Zu urteilen haben.
Mutmaßliche Vergrabungsstellen d
—— F kripte auf
dem Gelnde von Krematorium lll,
k Auschwitz-Birkenau, 19441 exenoe (D Snsen
Sl. Fundorte lewenthal-Schriften
Mne fundort der Madjari: Schrift D Auneideibe
55 fenster der S5- Wach- und
Kommandoführerstube S
D Eingangstor
——— Mutmaßliche Orientierungslinien
— Müllverbrennungsgrube ——— Brenn/ Müllgrube
———— Mutmaßliche Grabungszonen D otenhalle — KcheGrube
— Stacheldrahtzaun Skmmen mnmmmm Sichtblende aus Holascheiten
wochturm geschlossen 8 Wachturm Hochstand) 8
0 Bäume — Entwãsserungsgrab c Brunnen
Mutmaßliche Vergrabungszonen der
Handschriften aller Chronisten gemäß
bisheriger Fundorte[Zonen 1 8 2) und laut Zeugenaussagen[Zonen 1.4)
S
festgelegter Vergrabungsmarken G Mlwerbrennungxaur
G Koſfer·MUIhalde
G Knochenstampſplatz
Mutmaßliche Vergrabungsstelle(o) appellpiat⁊ des Soncerkormmandos
37 35
S An
Karte zu mutmaßlichen Vergrabungsstellen der Sonderkommando-Manuskripte auf dem Gelände
von Krematorium III in Auschwitz-Birkenau.
SOAndreas Kilian 2019


