Heft 
(2017) 2/2017. Dezember 2017
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 7

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung

Weihnachtsspende 2017

Während der Studienfahrt im Ok- tober dieses Jahres war es das erste Mal, dass wir nur für den Aufenthalt in Auschwit? einen ehemaligen Häft- ling(es war Prof. Waclaw Dlugobor- ski) für ein Gespräch gewinnen konn- ten. In Krakau ist, wie bereits im Mit- teilungsblatt vom September berich- tet, unser bisheriger Gesprächspart- ner Emanuel Elbinger im Sommer gestorben. Seine noch lebenden Ka- meraden sind schon seit längerem krank und nicht mehr in der Lage, bei einem Zusammentreffen mit unseren Fahrtteilnehmern zu berichten.

Auch wenn es immer weniger Uberlebende der Konzentrationsla- ger gibt, haben wir wieder einen Ge- samtbetrag von rund 10.000 Buro nach Polen an die dortigen Vereini- gungen der NS-Opfer überwiesen. Denn trotz geringer werdender An- zahl der Uberlebenden ist der Bedarf für deren medizinische und pflegeri- sche Betreuung veständlicherweise gestiegen.

Deshalb bitten wir auch in diesem Dezember um eine Weihnachtsspen- de, mit der wir dieser Aufgabe weiter- hin nachkommen können, solange es noch möglich ist. Dies ist sicher auch im Sinne der verstorbenen Hãftlinge, die uns allen, insbesondere den Teil- nehmern der Studienfahrten, über ihr Verfolgungsschicksal und das ihrer ermordeten Familien und Kameraden berichtet haben. Dieses uns entgegen-

gebrachte Vertrauen war alles andere als selbstverständlich.

Neben der direkten Unterstüt zung ehemaliger KZ-Häftlinge hat unser Verein mit Ihren Mitglieds- beiträgen und Spendengeldern auch anderweitige Aufgaben finanziert oder beZuschusst. Die verschiedenen Finladungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie von Autoren, die sich mit dem Holocaust und den Fol- gen bis in unsere heutige Zeit hinein beschäftigen, sprechen für sich(iehe die Seiten 8 15).

Auch sei erwähnt, dass wir hin und wieder Zuschüsse an Menschen verge- ben haben, die anunseren Themen arbeiten. Dem Förderverein für die AM gendbegegnungsstätie in Oswiecim ha- ben wir eine Zweckgebundene Spende überwiesen für ein deutsch-polnisch- ukrainisches Seminar in der Gedenk- Stätte, für das die Mittel für die ukraini- Sche Seite fehlten. Im vorigen Jahr ha- ben wir einer Lehrerin einen Zuschuss gewährt, die eine Klassenfahrt nach Auschwit? mit der Erstellung einer 5f- fentlichen Ausstellung ausgewertet hat.

Fin besonderes Freignis in diesem Jahr war die Teilnahme am Konvent des Internationalen Auschwitz-Komi- tees(VAXK) im August in Auschwit?z. Das IAK hatte als Thema gestellt, wie es weitergehen solle mit der Bewah- rung der Brinnerung an Auschwitz und wie die nachfolgenden Genera- tionen in diese Arbeit einzubeziehen