Heft 
(2010) 1/2010. Juli/August 2010
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8 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Einblicke hinter die Kulissen der Gedenkstätte

Mit Wetterauer Kommunalpolitikern in Auschwitz

Schon mehrfach hat die Lagerge- meinschaft Alschwilz- FreundesKreis der Auschwitzer(IGA) besonders auf Politiker abgestimmte Besuchspro- gramme zusammen mit den Partnern vor Ort in Polen konzipiert und durchgeführt. Im Juni 2010 war es wieder so weit. Wie bei einer ähn- lichen Gruppierung vor 25 Jahren und bei mehreren Fahrten danach fuhren Repräsentanten aus vier demokrati- Schen im Wetterauer Kreisparlament vertretenen Parteien mit nach Ausch- witz. Den Anstoß gaben die jeweiligen Landräte oder ihre Vertreter. Diesmal war es der amtierende Wetterauer Landrat Joachim Arnold.

Für die KLGA organisierte Diet- hardt Stamm ein auf dieses Klientel zugeschnittenes Programm. Klar ist immer, mn kann es nicht allen ganz recht machen. Die Ansprüche sind

Maria Altmann, 1. Kanzlerin des deut- schen Generalkonsulates in Krakau, Sprach mit den Wetterauer Politikern über deutsch-polnische Politik.

hoch und gleichzeitig ist die Zeit vor Ort mit dreieinhalb Tagen knapp. Hin- zu kommen auch die Erwartungen der LGM an eine solche Gruppe. Da geht es um spezifische Informationen, das Wecken von EFmotionen bei Perso- nen, die von der Mlltagspolitik etwas „erschlagen“ sind; es geht aber auch darum, ein Multiplikatorenpotential zu schen und dieses parteiübergrei- fend für die Auseinanderset?ung mit Rechtsradikalismus zu nutzen.

Unter diesen Prämissen wurden nicht nur die Führungen im Stamm- lager und im Vernichtungslager Bir- kenau(Auschwitz I1) durchgeführt und die von ElꝰZbieta Stamm einfühlsam ge- dolmetschten Zeitzeugen Kazimier? Albin und JözZef Paczynski mit ihren Erlebnissen aus der Nazizeit angehört: Es wurden auch EFinblicke„hinter die Kulissen“ der heutigen Gedenkstätte, die sich als Museum bezeichnet, ge- währt, die Besuchergruppen nicht auto- matisch geboten werden. So wurden Arbeiten in Laborräumen begutachtet, wo Schriftliche Dokumente zur Konser- vierung bearbeitet, aber auch Gegen- Ständen aus dem Lager vor der Verrot- tung für die Nachwelt bewahrt werden, wie Zzum Beispiel Zahnbürsten und Besteck, also das Hab und Gut der Ermordeten. Zu Gesicht bekam die Gruppe unter anderem auch ein von ei- nem Häftling auf Bestellung eines SS— Offiziers angefertigtes Olgemälde, des- sen aktuelle Restaurierung die KGA finanziell unterstütↄt.

Sicherlich interessant waren auch die Pinblicke in Teile der Gemälde-