Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 3
fer des Holocaust. Was wie ein Le- bensbaum aussieht, besteht aus vielen Asten mit tausenden von„Blättern“. AMuf diesen sind Namen von Menschen eingraviert, die von Nazis ermordeten wurden.
Das Innere der Synagoge zeichnet sich durch eine Ahnlichkeit mit christ- lichen Kirchen aus. Das Lesepult ist nicht wie üblich in der Mitte, sondern dort wo in Kirchen der Altar steht, und die Frauenemporen über zZwei Stock- werke erwecken den Findruck einer christlichen Basilika. Geörgy Denes wies auch auf die vielen Elemente der maurischen Baukunst hin.
Natürlich ließ er es sich nicht neh- men, die Gäste mit der Zahnradbahn auf den Berghügel des Stadtteils Buda zu begleiten, um dort u. a. die Details des Burgpalastes zu erläutern. In die- sem hatten sich die deutschen Besat- zer nach ihrem Finmarsch am 10. Mãrz 1944 breit gemacht.
Mit Eva und Andor durften wir Gäste viele Kilometer marschieren. Die Märsche, bei den wir als 35 Jahre jüngere Personen kaum mithalten konnten, zeigen den Lebensmut und auch ein Stück Kampfgeist unsere Freunde.
So liefen wir auch am Donau-Ufer entlang, vorbei an der FBlisabeth- brücke, der im Jahre 1903 entstande- nen längsten Kettenbrücke der Welt, und vorbei an der Lanchid-Brücke von 1849. Kurz danach ein überra- Schender und gleichzeitig ungewöhnli- cher Blick auf viele einzelne, direkt am Ufer stehende Schuhe, die sich bei näherem Betrachten als Nachbildun- gen aus Stahl erweisen. Etwas rätsel- haft, denn es gibt keine erläuternden
Im Büro des ungarischen Auschwitz- Komitees begrüßten auch Vilmos Bond, Varadi Pal und Keresztes Tibor die Güste aus Deutschland.
Hinweise. Fva deutet auf drei kleine im Boden eingelassene Tafeln hin. Dort findet man kurze Iexte in he- brãischer, englischer und ungarischer Sprache. Eva erlãutert sofort, dass die- 8e Texte das Wesentliche verschwei- gen, nämlich die Schandtaten der faschistischen Pfeilkreuzer. Deren An- hänger trieben nach ihrer„Macht- ergreifung“ im Oktober 1944 Buda- pester Juden am Ufer zusammen und erschossen sie so, dass die Leichen in die Donau fielen.
Als Vertreter der Lagegemein- Schaft wurden wir gebeten, Finfluss zu nehmen, dass das Brinnerungsdenk- mal„Schuhe am Donau-Ufer“ besser erläutert wird. Eva sagt:„Hier haben Ungarn die Ungarn ermordet. Auf gut sichtbaren Tafeln sollte stehen, dass ungarische Faschisten ungarische Juden umgebracht haben.“ Wir sagten zu, dass die Lagergemeinschaft Ausch- wil? dies versuchen werde(Siehe MB- Beitrag„Brief an den ungarischen


